Wertschöpfung einfach erklärt - Definition und Beispiele
Wertschöpfung beschreibt den Prozess, bei dem Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen so gestalten, dass deren Wert steigt. Sie zeigt, wie...
7 Minuten Lesezeit
Jens Walter
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27.Mai.2024
Die Optimierung von Produktionsprozessen durch Lean Production und kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) zielt auf die Reduzierung der Durchlaufzeiten ab, was in der Regel die Produktivität steigert. Es gibt jedoch Hindernisse wie die 3M der Lean Production: Muda (Verschwendung), Mura (Unausgeglichenheit) und Muri (Überlastung). Die Wertstromanalyse ist ein wichtiges Instrument, um nicht wertschöpfende Aktivitäten in den Prozessen zu identifizieren, insbesondere im Rahmen von Six Sigma.
Ziel ist es, Ihnen Einblicke in die Wertstromanalyse und das Wertstromdesign zu geben, Schritte zur Optimierung zu erläutern und Ihnen praktische Tipps aufzuzeigen. Entdecken Sie, wie Sie durch gezielte Analysen nachhaltigen Erfolg erreichen können.
Die Wertstromanalyse (engl.: value stream mapping (vsm)), unterstützt Unternehmen dabei, sämtliche Prozesse zu optimieren und Verschwendung zu reduzieren. Aber was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff und warum ist die Wertstromanalyse so entscheidend für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens?
Die Analyse des Wertstroms ist eine Methode, die darauf abzielt, den gesamten Produktionsablauf eines Unternehmens zu optimieren. Durch Beobachtungen und zeitliche Messungen der Prozessschritte werden Material- und Informationsflüsse in einem Flussdiagramm visualisiert. Dabei werden Produktkategorien erfasst und Verbesserungspotenziale identifiziert, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Liegezeiten gelegt wird, ein Aspekt, der für die Effizienz in der Fertigung kritisch ist. Ebenfalls werden sowohl wertschöpfende als auch nicht wertschöpfende Aktivitäten berücksichtigt, diese werden visualisiert und auf Basis von Kennzahlen optimiert.
Ziel ist es, Schwachstellen aufzudecken und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Indem Prozesse effektiv gestaltet und Überfluss eliminiert werden, können Unternehmen nicht nur Kosten senken, sondern auch ihre Produktivität steigern und die Qualität ihrer Produkte verbessern. In verschiedenen Branchen werden zahlreiche Methoden zur Visualisierung und Optimierung von Prozessen eingesetzt. Eine Methode, die einen umfassenden Ansatz zur Analyse und Gestaltung bietet, ist die Wertstromanalyse. Sie ermöglicht eine übersichtliche Darstellung des Ist-Zustand der Geschäftsprozesse und dient oft als Ausgangspunkt für eine ganzheitliche Analyse des Wertstroms. Nach der Wertstromanalyse folgt das Wertstromdesign, bei dem der Soll-Zustand der Prozesse entwickelt und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen geplant werden, ein entscheidender Schritt, der sich an den Prinzipien von Lean und Toyota orientiert.
Dies führt letztendlich zu zufriedeneren Kunden und einer stärkeren Wettbewerbsfähigkeit.
Die Wertstrommethode ermöglicht es Unternehmen außerdem, ihre Prozesse durchgehend zu überwachen und anzupassen. Durch regelmäßige Analysen können Unternehmen flexibel auf Veränderungen reagieren und sich kontinuierlich verbessern. Dies ist besonders wichtig in einem dynamischen Marktumfeld, in dem Unternehmen sich schnell an neue Anforderungen anpassen müssen.
Wie unterscheidet sich diese Methode von anderen, die ebenfalls zur Prozessverbesserung eingesetzt werden können? Im Folgenden betrachten wir die Abgrenzung und die Zusammenhänge zwischen der Wertstromanalyse und anderen Methoden wie der Materialflussanalyse, der Wertanalyse und der Wertschöpfungskette.
Wie grenzt sich diese Methode von anderen ab, die ebenfalls zur Verbesserung von Prozessen eingesetzt werden können? Im folgenden betrachten wir die Abgrenzung und Zusammenhänge der Wertstromanalyse im Vergleich zu anderen Methoden wie der Materialflussanalyse, der Wertanalyse und der Wertschöpfungskette.
Abgrenzung zur Materialflussanalyse: Die Materialflussanalyse konzentriert sich hauptsächlich auf die physische Bewegung von Materialien innerhalb eines Unternehmens. Sie untersucht, wie Materialien durch den Produktionsprozess fließen und identifiziert Engpässe, Überproduktion oder die Ineffizienz von Abläufen. Im Gegensatz dazu betrachtet die Wertstromanalyse nicht nur den Materialfluss, sondern auch den Informationsfluss und die gesamte Wertschöpfungskette, einschließlich wichtiger Aspekte wie Bestand und Durchlaufzeit.
Abgrenzung zur Wertanalyse: Die Wertanalyse hingegen konzentriert sich auf die Werthaltigkeit einzelner Produkte oder Dienstleistungen. Sie untersucht, welche Funktionen und Merkmale für den Kunden wertschöpfend sind und welche Kosten damit verbunden sind. Die Wertstromanalyse dagegen betrachtet nicht nur einzelne Produkte, sondern den gesamten Produktionsprozess.
Abgrenzung zur Wertschöpfungskette: Die Wertschöpfungskette schließlich betrachtet alle Aktivitäten eines Unternehmens, die notwendig sind, um ein Produkt oder eine Dienstleistung herzustellen und zum Kunden zu bringen. Sie umfasst sowohl interne als auch externe Prozesse. Die Wertstromanalyse fokussiert sich ebenfalls auf die gesamte Wertschöpfungskette, geht jedoch noch einen Schritt weiter, indem sie spezifisch auf die Identifikation von Verschwendung und Verbesserungspotenzialen abzielt.
Das Hauptziel ist es, die Wertschöpfungskette eines Unternehmens ganzheitlich zu betrachten und zu verstehen. Durch die Analyse aller Prozesse und Aktivitäten, die notwendig sind, um ein Produkt oder eine Dienstleistung herzustellen und zum Kunden zu bringen, können Schwachstellen identifiziert und Verbesserungspotenziale aufgedeckt werden. Das Ziel ist es, den gesamten Wertstrom zu optimieren und effektiv zu gestalten.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung im Unternehmen zu etablieren. Durch regelmäßige Analysen und Optimierungen können Unternehmen flexibel auf Veränderungen reagieren und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Dies ist besonders wichtig in einem dynamischen Marktumfeld, in dem Unternehmen sich schnell an neue Anforderungen anpassen müssen.

In der Analyse und Optimierung von Produktionsprozessen spielen sechs grundlegende Prozessschritte eine entscheidende Rolle.
Schritt 1: Zunächst werden die Produktionsprozesse definiert, um die unmittelbar produzierenden Tätigkeiten in der Fabrik zu beschreiben, dies beinhaltet die Analyse von Material- und Informationsflüsse.
Schritt 2: Anschließend folgt die Beschreibung der Geschäftsprozesse, die die Auftragsabwicklung sowie die Produktionsplanung und -Steuerung umfassen.
Schritt 3: Der Materialfluss wird analysiert, um den Transport der Materialien zwischen den Produktionsprozessen einschließlich Lagerung, Verpackung und Bewegung zu optimieren.
Schritt 4: Der Informationsfluss wird ebenfalls betrachtet, um sicherzustellen, dass Daten und Dokumente erfolgreich zwischen den Geschäfts- und Produktionsprozessen übertragen werden.
Schritt 5: Die Kundenanforderungen werden berücksichtigt, um die Produktion entsprechend auszurichten und die Systemlast zu modellieren.
Schritt 6: Ebenso wichtig ist die Betrachtung der Lieferantenbeziehungen, um sicherzustellen, dass die Produktion mit Rohmaterialien und Teilen optimal von Lieferanten versorgt wird.
Zusammen bilden diese sechs Schritte den Gesamtwertstrom einer produzierenden Einheit oder Organisation, der wertschöpfende Tätigkeiten, unvermeidbare Aktivitäten sowie potenzielle Verschwendung umfasst.
Die Visualisierung der aktuellen Situation erfolgt nach der Bildung der Produktgruppen in Form eines Fluss- oder Wertstromdiagramms. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, die Bedürfnisse der Kunden genau zu verstehen. Die Berechnung des Kundentakts spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Der Kundentakt bezeichnet die Frequenz, mit der ein Kunde ein Produkt oder eine Dienstleistung nachfragt. Durch die Synchronisierung der Produktionsrate mit der Verkaufsrate im Wertstromdesign wird sichergestellt, dass die Produktion dem Kundenbedarf entspricht. Spezielle Symbole für Basisinformationen, Materialfluss und Informationsfluss werden im eigentlichen Wertstromdiagramm verwendet, das für effektive Wertstromdesigns unerlässlich ist.
Wertstromdiagramme folgen einem festen Aufbau: Der Ausgangspunkt ist der Kunde (oben rechts), gefolgt von einer Analyse entlang des Wertstroms. Das fertige Wertstromdiagramm zeigt auf, wo Potenzial zur Verbesserung im Wertstrom besteht, z.B. in Bezug auf Durchlaufzeiten. Es hilft auch bei der Identifizierung von Möglichkeiten zur Synchronisierung von Arbeitsabläufen. Ein beispielhaftes Ergebnis einer Wertstromanalyse bzw. eines Wertstromdiagramms wird unten dargestellt.
Die Wertstromanalyse ermöglicht eine ganzheitliche Analyse aus Kundensicht, hilft dabei, Überfluss zu identifizieren und zu eliminieren und achtet auf den Kundentakt. Dabei werden die verschiedenen Schritte eines Prozesses mithilfe einfacher Symbole dargestellt, was eine überschaubare Darstellung ermöglicht.
Einfache Darstellung: Einer der Vorteile ist ihre Einfachheit in der Symbolik. Dadurch ist es leicht verständlich und kann von allen Mitarbeitern im Unternehmen genutzt werden. Zudem ermöglicht die ganzheitliche Analyse aus Kundensicht eine bessere Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden, was zu einer höheren Kundenzufriedenheit führen kann.
Überschaubarer Detaillierungsgrad: Ein weiterer Vorteil ist der überschaubare Detaillierungsgrad der Methode, der es ermöglicht, schnell Verbesserungspotenziale zu identifizieren und Maßnahmen zur Optimierung der Gesamtdurchlaufzeit einzuleiten. Dies führt zu einer erfolgreichen Gestaltung von Prozessen und letztendlich zu Kosteneinsparungen für das Unternehmen.
Allerdings gibt es auch Nachteile bei der Wertstromanalyse. Eine statische Analyse kann dazu führen, dass Veränderungen im Prozess nicht berücksichtigt werden und somit potenzielle Verbesserungsmöglichkeiten übersehen werden. Zudem ist das Testen der Zielzustände oft schwierig, da sich die Realität oft anders darstellt als geplant, was eine Herausforderung für die schlanken Methoden darstellt.
Diese Methode ermöglicht es Unternehmen, ihre Prozesse zu analysieren, Engpässe zu identifizieren und Verbesserungspotenziale aufzudecken. Doch wie kann BeeWaTec dabei helfen?
BeeWaTec ist ein führender Anbieter von Lösungen im Bereich Lean Production und bietet maßgeschneiderte Konzepte zur Optimierung von Produktionsabläufen. Mit langjähriger Erfahrung und umfassendem Know-how unterstützt BeeWaTec Unternehmen dabei, ihre Prozesse effizienter zu gestalten und Verschwendungen zu minimieren.
Darüber hinaus bietet BeeWaTec Schulungen und Workshops zum Thema Lean Management an, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt zu schulen und sie für die Anwendung von Lean-Prinzipien zu sensibilisieren. Denn nur wenn das gesamte Team involviert ist und an einem Strang zieht, können nachhaltige Verbesserungen erzielt werden.
Dank der Unterstützung von BeeWaTec können Unternehmen nicht nur ihre Prozesse optimieren, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und langfristigen Erfolg sichern.

Nach der Wertstromanalyse können identifizierte Verbesserungspotenziale in konkrete Lösungen überführt werden. Mit BEEVisio lassen sich individuelle Betriebsmittel und Lean-Lösungen digital planen und bereits vor der Umsetzung visualisieren.
Die Wertstromanalyse zeigt, wie einzelne Produktions- und Montageschritte miteinander verbunden sind und wo Verschwendung oder ineffiziente Abläufe entstehen. Auf dieser Grundlage können Montagelinien gezielt an Materialfluss, Prozessfolge und Anforderungen der Produktion angepasst werden.
Durchlaufregale können dazu beitragen, den in der Wertstromanalyse betrachteten Materialfluss effizienter zu gestalten und Materialien strukturiert am Verbrauchsort bereitzustellen. Dadurch lassen sich Materialbewegungen optimieren und eine schlanke Materialversorgung unterstützen.
Die Wertstromanalyse ist ein entscheidendes Instrument zur Effizienzsteigerung und wird innerhalb des Lean Managements vorrangig eingesetzt. Dieser Artikel beleuchtet ihre Bedeutung und zeigt, wie sie unsichtbare Verschwendungen aufdecken kann. Ziel ist es, Einblicke in die Wertstromanalyse zu geben, Schritte zur Optimierung zu erläutern und praktische Tipps aufzuzeigen. Durch gezielte Analysen können Unternehmen nachhaltigen Erfolg erreichen.
Die Analyse des Wertstroms zielt darauf ab, den gesamten Produktionsablauf eines Unternehmens zu optimieren, indem der Material- und Informationsfluss erfasst und Verbesserungspotenziale identifiziert werden. Die Wertstromanalyse ist wichtig für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens, da sie Prozesse effizienter gestaltet, Kosten senkt und die Qualität verbessert.
Insgesamt ist die Wertstromanalyse ein unverzichtbares Instrument für Unternehmen, die langfristigen Erfolg anstreben. Durch die Reduzierung von Verschwendung und die Steigerung der Effizienz können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Wer nachhaltigen Erfolg erreichen möchte, sollte die Wertstromanalyse als wichtigen Baustein in seinem Management-Toolbox betrachten.
Die Durchlaufzeit ist eine wichtige Kennzahl innerhalb der Wertstromanalyse. Durch die Betrachtung von Bearbeitungs-, Warte- und Liegezeiten lassen sich Verzögerungen erkennen und Prozesse gezielt beschleunigen.
Die Wertstromanalyse liefert eine wichtige Grundlage für den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP), indem sie Schwachstellen und Verbesserungspotenziale sichtbar macht. Die gewonnenen Erkenntnisse können anschließend genutzt werden, um Prozesse schrittweise und nachhaltig zu optimieren.
In der Lean Production dient die Wertstromanalyse dazu, den gesamten Produktionsprozess ganzheitlich zu betrachten und nicht wertschöpfende Tätigkeiten aufzudecken. Ziel ist ein effizienter Wertstrom mit möglichst wenig Verschwendung und optimal aufeinander abgestimmten Prozessen.
Ein wesentliches Ziel der Wertstromanalyse ist es, Muda – also Verschwendung – sichtbar zu machen. Unnötige Transporte, Bestände, Wartezeiten oder andere nicht wertschöpfende Tätigkeiten können dadurch erkannt und gezielt reduziert werden.
Sowohl die Wertstromanalyse als auch Six Sigma verfolgen das Ziel, Prozesse systematisch zu verbessern. Während die Wertstromanalyse Material- und Informationsflüsse visualisiert, setzt Six Sigma verstärkt auf Daten und statistische Methoden zur Reduzierung von Fehlern und Prozessabweichungen.
Die Wertschöpfungskette umfasst alle Aktivitäten, die zur Erstellung und Bereitstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung beitragen. Die Wertstromanalyse betrachtet diese Abläufe detailliert, um Verschwendung und konkrete Verbesserungspotenziale innerhalb der Prozesse zu identifizieren.
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Die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) koordiniert, wann, wo und in welcher Menge produziert wird. Die Wertstromanalyse schafft Transparenz über Material- und Informationsflüsse und liefert damit wichtige Ansatzpunkte für eine effizientere Produktionssteuerung.
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Kanban steuert Material- und Produktionsflüsse nach dem Pull-Prinzip und orientiert sich am tatsächlichen Bedarf. Erkenntnisse aus der Wertstromanalyse helfen dabei, Bestände, Materialflüsse und Prozesse zu bewerten und geeignete Kanban-Strukturen zu entwickeln.
Just-in-Time (JIT) verfolgt das Ziel, Materialien und Produkte genau dann bereitzustellen, wenn sie benötigt werden. Die Wertstromanalyse hilft dabei, Wartezeiten, Bestände und Engpässe zu erkennen und schafft damit eine wichtige Grundlage für einen bedarfsgerechten Materialfluss.

Gemeinsam mit unserem Partner b-k-p Consulting zeigen wir Ihnen den Weg zu schlanken Prozessen und echten Werten für Ihre Kunden. Im Fokus:
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Lean (engl. schlank) ist ein Management- und Produktionsansatz, der darauf abzielt, Verschwendung zu eliminieren und den Kundennutzen zu maximieren....